
Milica Djordjević (*1984) erschafft eine fantasievolle Klangwelt und beherrscht zeitgenössische Klang- und Aufführungstechniken meisterhaft. Sie verwandelt etwa ein Cello mit Live-Elektronik in einen akustischen Sturm oder lässt Schlagzeuger zwischen Unhörbarem und Chimärischem agieren. Ihr Orchesterwerk Quicksilver (2016) zeigt die schwer fassbare, quecksilbrige Qualität ihrer Kompositionen, geprägt von großer künstlerischer
Ernsthaftigkeit.
Sie studierte Komposition in Belgrad, Strasbourg, am IRCAM Paris und promovierte in Berlin bei Hanspeter Kyburz. Ihr vielseitiges Werk umfasst Solo-, Kammer- und Orchestermusik. Sie arbeitete mit renommierten Ensembles wie den Berliner Philharmonikern, dem Bayerischen Rundfunkorchester und dem Arditti Quartet.
Für ihre Arbeiten erhielt sie bedeutende Preise, darunter den Claudio Abbado Komponistenpreis (2020) und den Ernst von Siemens Komponistenpreis (2016).