"Von Dystopie zu Hoffnung?" - Ein Frequenz_ Erlebnisprotokoll

"Samstag. Ich sitze in einem dunklen Saal. Noch einem dunklen Saal, nachdem ich bereits mit Angstgefühlen durch die Dunkelheit der Installation „Field.3“ von Mariska de Groot und Dieter Vandoren im sp ce Kiel gewandelt bin. Alle finden die Ausstellung toll und ich irgendwie auch, aber es ist so, so dunkel. Die Lichter flackern im Einklang mit der Komposition von experimentellen Klängen und ein stechender Schmerz zieht bei jedem Aufblitzen durch mein Auge. Obwohl ich manchmal Wasser höre, fühlt es sich nicht idyllisch, sondern dystopisch an. Das Flackern der senkrecht stehenden Lichtröhren erinnert an die Neonröhren in Lagerhallen von Videospielen, in der Dunkelheit verlassener Fabrikgebäude, wo man nie weiß, was dort lauert. Jederzeit könnte ich aus Versehen jemanden berühren. Ich weiß nicht, ob ich allein bin, und das macht mir mehr Angst als die Vorstellung, im Dunkeln verloren zu gehen. Die Schizophrenie unserer Zeit in einem Raum. [...]"

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