Matthew Grouse / Anna Jalving: Bumps (2026; URAUFFÜHRUNG)
Anna Jalving, Violine
Anna Sofie Keller, Regie
PERFORMANCE
Ca. 45 Minuten
BUMPS (2026) ist ein cross-ästhetisches Projekt zwischen experimenteller Musik, Dokumentarfilm und Theater von Komponist Matthew Grouse zusammen mit der Geigerin und Performerin Anna Jalving. Das Stück wird 2026 beim Frequenz Festival in Kiel uraufgeführt und dauert etwa 45 Minuten. Es geht um die Verbindung zwischen Mutterschaft und Musik – also darum, wie ähnlich die Beziehung zu eigenen Kindern und zu einem Instrument sein kann.
Das Projekt verbindet Musik, Videoaufnahmen aus dem echten Leben und kleine Theatermomente. Dafür werden Aufnahmen aus dem Familienalltag genutzt, aber auch Einblicke in die Entstehung des Stücks gezeigt. Dabei wird die Grenze zwischen öffentlicher und privater Identität bewusst verwischt, während Grouse sich mit der Schwierigkeit auseinandersetzt, die Erfahrung einer Mutter, die Familienleben und freiberufliche Kunst verbindet, vollständig zu verstehen.
Musikalisch kommen verschiedene Techniken zum Einsatz: präparierte Violine mit stark gedämpftem Klang, Nahmikrofonierung als Auslöser für kurze Klangaufnahmen, fragiles Singen als Gegenstimme zum Violinspiel. Auch Gespräche aus der Probenzeit werden nach und nach als Text im Stück gezeigt.
Gemeinsam mit Regisseurin Anna Sofie Keller Brandsborg entsteht eine szenische Umsetzung mit Licht und Schatten. Das Projekt möchte zeigen, dass Verletzlichkeit auch eine Stärke sein kann und dass Mutterschaft und Kunst gut zusammen gedacht werden können.
Matthew Grouse und Anna Jalving arbeiten in kontrastierenden musikalischen Kontexten eng zusammen, um virtuose Verbindungen zwischen neuer Violinmusik, vokaler Darbietung und Theater zu schaffen. Sie stellen bewusst die körperliche Präsenz des/der Musiker:in auf die Bühne, statt ihn/sie hinter einem Notenständer zu verstecken, und setzen Körper, Klang und Text auf eine Ebene.
Foto © Tobias Nicolai