Juan Felipe Waller

Der mexikanisch-niederländische Komponist Juan Felipe Waller (1971) wuchs in Mexiko in einem kulturellen Schmelztiegel auf. Er studierte zunächst am CIEM in Mexiko-Stadt und später Komposition sowie elektroakustische Musik am Rotterdams Conservatorium, gefolgt von einem Kurs für elektronische Komposition am IRCAM in Paris. Waller erhielt mehrere Stipendien und Förderungen.

Zu seinen Werken zählen Teguala für 120 Keramikfliesen und Elektronik, Chemicangelo für Orgel, Calumnia für großes Orchester (1. Preis beim NOG-Wettbewerb), Fulminata über musikalische Volksaspekte Oaxacas, Reconnaissances für Ensemble sowie Eye Masking für Ensemble und Sopran. Viele seiner Werke erscheinen bei Donemus.

Seine Musik wurde international von renommierten Orchestern und Ensembles aufgeführt, etwa in den Niederlanden, Deutschland, Mexiko, Taiwan, Australien und den USA. Er arbeitete mit Solisten wie Irvine Arditti, Barbara Hannigan und Tatiana Koleva zusammen.

Waller kooperierte zudem mit Choreografinnen und Filmemachern und entwickelte eigenes Super‑8‑Filmmaterial. Festivals wie das Festival de México, MaerzMusik und das Big-Bang Percussion Festival präsentierten seine Werke.

Kennzeichnend für seine Musik sind surrealistische Elemente, Verzerrungseffekte und die Suche nach unorthodoxen Klängen, oft durch instrumentale „Erweiterungen“. Zu seinen Projekten gehört eine Kammeroper zum 200‑jährigen Jubiläum Mexikos mit live ausgelösten Bild- und Toneffekten.