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Sarah Nemtsov (*1980 in Oldenburg) studierte Komposition in Hannover und Berlin bei Nigel Osborne, Johannes Schöllhorn und Walter Zimmermann. Ihr Werkverzeichnis umfasst über 150 Kompositionen verschiedener Genres. Ihre Musiksprache verbindet Einflüsse aus Renaissance, Barock, Jazz und Rock mit starken Bezügen zu Literatur, Politik und Gesellschaft. Texte von Autoren wie Walter Benjamin, Paul Celan oder Virginia Woolf dienen ihr als konzeptuelle und klangliche Inspiration.
Ein zentraler Aspekt ihres Schaffens ist die Verbindung von Konzert und Musiktheater sowie das Arbeiten mit Schichtungen, Gleichzeitigkeit und elektronischen Klängen. Ihre Werke behandeln häufig gesellschaftliche Themen, etwa in Opern- und Videoarbeiten. Dazu zählen u. a. Sacrifice sowie neuere Projekte und Opernarbeiten.
Nemtsov arbeitet international mit renommierten Orchestern, Ensembles und Dirigenten zusammen. Sie erhielt zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Musikautorenpreis, den Busoni-Kompositionspreis und den Oldenburger Kompositionspreis. Seit 2022 ist sie Professorin für Komposition am Mozarteum Salzburg und lebt in Berlin.