
Die in Paris lebende Komponistin Yeji Kim hat sich widmet sich mit Vorliebe rohen, ungewohnten Klangmaterialien. In ihren Arbeiten untersucht sie Klang als physikalisches Phänomen und konzentriert sich dabei auf seine unmittelbare Wirkung und seine Veränderung im Laufe der Zeit. Anstatt linearen Erzählungen zu folgen, konstruiert sie Räume, in denen Klänge kontinuierlich untersucht, verzerrt und neu arrangiert werden. Durch diesen Prozess entwickelt sie eine persönliche Sprache, die von Zögern und abrupten Veränderungen geprägt ist und die Zuhörer in instabile Wahrnehmungszonen entführt, in denen Erinnerung und unmittelbare Empfindung aufeinandertreffen.
Nach ihrem Bachelor-Abschluss in Komposition in Seoul, Südkorea, wo sie verschiedene Kompositionsansätze studierte, zog sie nach Paris, um ihre Arbeit im Bereich der akustischen und elektroakustischen Musik fortzusetzen. Derzeit studiert sie Komposition und elektronische Musik am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris (CNSMDP) bei Gérard Pesson und Clara Iannotta (Komposition) sowie Luis Naón, Yan Maresz und Roque Rivas (elektronische Musik).