Sahara Conditions
IceCry+ – oder die Frage, wie weinendes Eis klingt
November 17, 2026
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19 Uhr
Andreas-Gayk-Straße 31, 24103 KielTickets

Mit Sahara Conditions startet Frequenz_ eine neue Veranstaltungsreihe mit sechs audiovisuellen Produktionen, die die verheerenden Folgen des Klimawandels und ihre existenziellen Auswirkungen auf die Menschheit thematisieren. Die Installation und Live-Performance IceCry+ macht Eis nicht nur sichtbar, sondern auch akustisch erfahrbar.

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Mit Sahara Conditions startet Frequenz_ eine neue Veranstaltungsreihe mit sechs audiovisuellen Produktionen, die die verheerenden Folgen des Klimawandels und ihre existenziellen Auswirkungen auf die Menschheit thematisieren. Im Mittelpunkt stehen die zunehmende Häufigkeit von Naturkatastrophen und das fortschreitende Abschmelzen der Gletscher – sichtbare Zeichen der klimatischen Veränderungen, welche unseren Planeten bedrohen.

Die Installation und Live-Performance IceCry+ macht Eis nicht nur sichtbar, sondern auch akustisch erfahrbar. Das Werk verbindet Geräusche von schmelzenden und brechenden Eisbergen, die sich beim Schmelzen enorm ausdehnen, mit elektronischen Klängen, Schlaginstrumenten und Unterwasseraufnahmen mit Videomaterial vom Alfred-Wegener-Institut und dem NOAA-Pacific Marine Environmental Laboratory – sowie der Erforschung von Klängen, wenn CO2 hinzugefügt wird. So entsteht ein intensiv-immersives Erlebnis zwischen Natur, Kunst und Technik. Zu sehen und zu hören sind Videos auf drei Kanälen, Raumklang über acht Kanäle und Live-Perkussion.

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Brigitta Muntendorf ist eine deutsch-österreichische Komponistin, die mit großformatigen Musik-, Tanztheater- und 3D-Sound-Projekten einen Klangkosmos analog-digitaler Ausdrucksformen erschafft. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen *ARCHIPEL* (2021) und *MELENCOLIA* (2022), ein transdigitales Musiktheater. 2023 präsentierte sie bei der Biennale in Venedig das 3D-Audio Space-Oratorium *ORBIT – A War Series* über Kriege gegen den weiblichen Körper. Muntendorf erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Kompositionspreis der Ernst von Siemens Musikstiftung und den Deutschen Musikautorenpreis er GEMA, 2023 wurde die Einspielung ihrer Trilogie für zwei Flügel mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Ihre Werke werden weltweit auf renommierten Festivals wie dem Kyoto Experiment, ULTIMA Oslo, Donaueschinger Musiktage, und Festival d'Automne Paris präsentiert. 

Brigitta Muntendorf studierte bei Younghi Paagh-Paan, Krzysztof Meyer, Rebecca Saunders und Johannes Schöllhorn und gründete das Ensemble Garage. Sie verfolgt eine Musikvision, die durch vielschichtige Kontextualisierung auf andere Kunstformen verweist, sondern auch andere Kunst- und Ausdrucksformen in den Blick nimmt. Sie ist davon überzeugt, dass nur in einem rhizomatischen Setting heutige gesellschaftliche Phänomene kompositorisch reflektiert werden können. 2011 komponierte Brigitta Muntendorf in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Thierry Bruehl ihre erste Taschenoper »Wer zum Teufel ist Gerty« für das Taschenopernfestival Salzburg – es folgten 2013 »Endlich Opfer« und 2015 »Bronze by Gold«. 2016 und 2017 wird sie ein neues Musiktheater für die Münchner Biennale und für Ensemble Garage schreiben, sowie mit der Choreographin Stephanie Thiersch Mouvoir im Auftrag der Philharmonie Köln und der Bundeskulturstiftung die CITY DANCES von Anna Halprin, ein großangelegtes, Musik, Tanz und Community verbindendes Stadt-Happening präsentieren. 

Seit 2013 unterrichtet Brigitta Muntendorf Komposition an der Universität Siegen und wurde 2015 für zwei Semester als Gastdozentin im Fach Komposition an der HfMT Köln eingeladen und ist künstlerische Leiterin des Ensemble Garage.

Jonathan Shapiro ist Schlagzeuger, Performer und Komponist und lebt in Norddeutschland. Er gehört dem Decoder Ensemble und dem RADAR Ensemble an und gastiert bei MusikFabrik, Ensemble Resonanz, Zafraan Ensemble sowie dem Ensemble Garage. Internationale Engagements führten ihn zudem zu Alarm Will Sound, Signal, dem Talujon Percussion Quartet und den Bang on a Can All-Stars.

Als Performer arbeitete er mit Heinrich Horwitz, Bob McGrath, Stephanie Thiersch und Patricia Carolin Mai. Er wirkte an Produktionen der Ruhrtriennale, von Tanz im August und Theater der Welt wie auch in Hellerau und im Centre Pompidou mit.

Shapiro studierte an der Interlochen Arts Academy, der Manhattan School of Music, SUNY Stony Brook und der Musikhochschule Lübeck. International hielt er Vorlesungen und leitete Workshops und Meisterklassen, unter anderem an der NYU, der Norwegian Academy of Music und beim Juilliard Summer Percussion Seminar. Als Artist Endorser vertritt er Black Swamp Percussion, Vic Firth, Mike Balter und Zildjian.

Lukas Nowok, gebürtig aus Donaueschingen, ist Klang- und Medienkünstler an den Schnittstellen von Theater, Elektroakustik sowie audiovisueller Performance- und Installationskunst. Seine international präsentierten Arbeiten und Forschungsprojekte untersuchen Sprache, Notation und die räumliche Abstraktion von Zeitlichkeit.
Von 2016 bis 2020 war er Klangregisseur am SWR Experimentalstudio, einem Ensemble und Labor für zeitgenössische Musik mit Live-Elektronik. Als Interpret arbeitete er unter anderem mit Chaya Czernowin, Peter Ablinger und Marcus Schmickler. Seine Konzerte, Opern, Installationen und audiovisuellen Performances waren bei internationalen Festivals und Institutionen zu erleben, darunter das TimeSpan Festival in New York, das SALT Festival in Victoria, der Warschauer Herbst, das Klang Festival Kopenhagen, das Borealis Festival in Bergen und die Donaueschinger Musiktage.

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